Viele Geschäftsführer eines KMU merken erst dann, dass eine Police fehlt, wenn der Schaden bereits da ist. Ein Wasserschaden beim Kunden, ein Datenverlust nach einem Hackerangriff oder ein Unfall auf der Baustelle. Dann ist es zu spät, um sich noch Gedanken über den richtigen Versicherungsschutz zu machen. Wir zeigen Ihnen, welche Versicherungen für Schweizer Unternehmen tatsächlich Pflicht sind, welche in den meisten Branchen dringend empfohlen sind und wo Sie ohne schlechtes Gewissen sparen können.

Die gesetzlichen Pflichtversicherungen

Sobald Sie Personal beschäftigen, kommen Sie um gewisse Versicherungen nicht herum. Die Unfallversicherung nach UVG ist für alle Angestellten obligatorisch, sie deckt Berufsunfälle und ab einem bestimmten Pensum auch Nichtberufsunfälle. Die berufliche Vorsorge, also die Pensionskasse nach BVG, ist ab einem Jahreslohn von aktuell 22’680 Franken ebenfalls Pflicht. Dazu kommen die Abzüge für AHV, IV und EO über die Ausgleichskasse.

Wer Firmenfahrzeuge einsetzt, braucht zwingend eine Motorfahrzeug-Haftpflichtversicherung. Ohne diese darf das Fahrzeug gar nicht erst zugelassen werden. Ein Malerbetrieb mit zwei Lieferwagen kommt also an dieser Police nicht vorbei, ein reines Beratungsunternehmen ohne Fahrzeugpark hingegen schon.

Betriebshaftpflicht: der Kern jeder Absicherung

Die Betriebshaftpflichtversicherung ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, gehört aber für praktisch jedes Unternehmen zur Grundausstattung. Sie springt ein, wenn Ihr Betrieb einem Dritten einen Schaden verursacht. Beispiel: Ein Elektriker vergisst nach einer Reparatur eine Sicherung richtig anzuschliessen, es kommt zu einem Kurzschluss und einem Brand beim Kunden. Ohne Betriebshaftpflicht zahlen Sie diesen Schaden aus der eigenen Tasche, und das kann schnell in die Hunderttausende gehen.

Auch ein Treuhandbüro oder eine Marketingagentur braucht diesen Schutz, denn selbst bei reinen Dienstleistungen können Fehler zu finanziellen Schäden bei Kunden führen. Die Prämien sind im Verhältnis zum Risiko meist tief, weshalb sich diese Police für fast jedes Geschäftsmodell rechnet.

Sachversicherungen für Ihre Betriebsmittel

Maschinen, Warenlager, Büroeinrichtung, IT-Infrastruktur: All das hat einen Wert, der im Schadenfall ersetzt werden muss. Die Sachversicherung deckt Feuer-, Wasser- und Elementarschäden an Ihrem Eigentum. Ein Beispiel aus der Praxis: Ein Schreinereibetrieb in Winterthur verlor durch einen Kurzschluss in der Nacht die gesamte Werkstatteinrichtung. Ohne Sachversicherung hätte der Betrieb monatelang stillgestanden, weil die Ersatzbeschaffung nicht finanzierbar gewesen wäre.

Besonders wichtig ist hier die richtige Versicherungssumme. Zu tief angesetzt, drohen Unterversicherung und Leistungskürzungen. Wir sehen in der Beratung immer wieder Policen, die seit Jahren nicht mehr an den tatsächlichen Wert des Betriebs angepasst wurden.

Betriebsunterbrechung: oft unterschätzt

Wenn nach einem Brand oder Wasserschaden der Betrieb stillsteht, laufen die Fixkosten trotzdem weiter. Löhne, Miete, Leasingraten. Die Betriebsunterbrechungsversicherung deckt genau diesen entgangenen Gewinn und die laufenden Kosten während der Wiederaufbauphase. Für ein Restaurant, das nach einem Küchenbrand drei Monate schliessen muss, kann das den Unterschied zwischen Weiterführung und Konkurs bedeuten.

Cyberversicherung: nicht mehr nur für grosse Firmen

Viele KMU denken, ein Hackerangriff betreffe nur grosse Konzerne. Die Realität sieht anders aus. Gerade kleinere Betriebe mit 10 bis 30 Mitarbeitenden sind beliebte Ziele, weil ihre IT-Sicherheit oft schwächer ausgebaut ist. Eine Cyberversicherung deckt Kosten für Datenwiederherstellung, Betriebsunterbrechung durch IT-Ausfall und Haftpflichtansprüche Dritter, wenn zum Beispiel Kundendaten gestohlen werden. Ein Treuhandbüro mit sensiblen Steuerdaten sollte diese Police definitiv prüfen.

Rechtsschutzversicherung für den Geschäftsalltag

Streitigkeiten mit Lieferanten, Kunden oder Mitarbeitenden kosten Zeit und Geld, auch wenn Sie im Recht sind. Eine Firmenrechtsschutzversicherung übernimmt Anwaltskosten und Gerichtsgebühren. Für Betriebe, die häufig Verträge abschliessen oder mit wechselnden Auftragnehmern arbeiten, lohnt sich diese Absicherung oft schon nach dem ersten grösseren Streitfall.

Was Sie wirklich brauchen: eine individuelle Einschätzung

Pauschale Checklisten helfen bei der Übersicht, ersetzen aber keine branchenspezifische Analyse. Ein Bauunternehmen mit 25 Mitarbeitenden hat ein völlig anderes Risikoprofil als eine IT-Beratung mit 8 Angestellten im Homeoffice. Die einen brauchen eine solide Bauwesenversicherung und Maschinenkasko, die anderen investieren besser in Cyberschutz und Berufshaftpflicht für Beratungsfehler.

Entscheidend ist auch das Wachstum Ihres Unternehmens. Was für 5 Mitarbeitende reicht, passt oft nicht mehr, wenn Sie auf 20 wachsen. Wir empfehlen, den Versicherungsschutz mindestens einmal jährlich zu überprüfen, idealerweise im Rahmen der Budgetplanung.

Unsere Empfehlung für Sie

Starten Sie mit den Pflichtversicherungen, ergänzen Sie diese um Betriebshaftpflicht und Sachversicherung, und prüfen Sie dann branchenspezifisch, wo weitere Lücken bestehen. Eine unabhängige Beratung zeigt Ihnen oft Einsparpotenzial bei doppelten Deckungen und deckt gleichzeitig echte Lücken auf, die im Schadenfall teuer werden könnten.

Gerne erstellen wir für Ihr Unternehmen eine konkrete Bedarfsanalyse. Kontaktieren Sie die profibroker ag, wir zeigen Ihnen unverbindlich, wo Sie heute stehen und welche Anpassungen sich für Ihre Firma tatsächlich lohnen.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung künstlicher Intelligenz erstellt.